Ölverschmutzung der Meere
Erdöl stellt eine der gravierendsten Bedrohungen für marine Ökosysteme dar. Wissenschaftliche Studien dokumentieren weitreichende und langanhaltende Schäden.
Hauptquellen der Verschmutzung
-
Tankerschifffahrt und Offshore-Bohrungen
Jährlich gelangen etwa 1,3 Millionen Tonnen Erdöl durch Tankerunfälle in die Ozeane. Die Deepwater Horizon Katastrophe 2010 führte zu einer Freisetzung von 780 Millionen Litern Rohöl im Golf von Mexiko.
-
Operative Schiffseinleitungen
Illegales Ablassen von ölhaltigem Ballastwasser und Bilgenwasser macht etwa 37% der jährlichen Ölverschmutzung aus. Trotz internationaler Verbote werden geschätzte 480.000 Tonnen absichtlich eingeleitet.
-
Land-basierte Quellen
Über Flüsse und Abwassersysteme gelangen jährlich circa 600.000 Tonnen Erdölprodukte ins Meer. Raffinerien, Industrieanlagen und städtische Abwässer tragen wesentlich zur chronischen Verschmutzung bei.
-
Atmosphärische Deposition
Durch Verbrennung fossiler Brennstoffe gelangen etwa 300.000 Tonnen Kohlenwasserstoffe über die Luft in die Ozeane.